Arbeitskreis Begabungsforschung
und Begabungsförderung e.V.

Der ABB

Der Ursprung


Nach der Konferenz „Begabungen entwickeln, erkennen und fördern“, die im November 1990 in Hannover stattfand,empfand die Mehrheit der Tagungsteilnehmer es als notwendig den Bereich Begabungsforschung und Begabungsförderung stärker zuunterstützen. Der Arbeitskreis Begabungsforschung und Begabungsförderung wurde ins Leben gerufen.

Die gleichzeitig verabschiedete Resolution von Kollegen aus Ost- und Westdeutschland zum Thema Begabungsforschung und Begabungsförderung trieb die Idee eines Arbeitskreises weiter voran und spiegelt sich daher auch in der Arbeit des ABB wider. In der Resolution hieß es, dass Begabungsforscher aus den alten und neuen Ländern der Bundesrepublik Deutschland und aus europäischen Nachbarländern sich an die Mitglieder der Parlamente, der Regierungen sowie an alle Bildungspolitiker wenden und fordern sollen, dass die Begabungsförderung in der Schulgesetzgebung sowie in bildungspolitisch-pädagogischen Konzepten und in der Lehrerausbildung und –fortbildung fest zu verankern ist.

Um für alle Heranwachsenden günstige Lern- und Entwicklungsbedingungen zu schaffen, ist das Entwickeln, Erkennen und Fördern von Begabungen ein wesentliches Anliegen. Die Begabungsförderung beinhaltet verschiedene Aspekte. Zum einen erfordert sie, dass angemessene Bedingungen für die Entwicklung von Begabung für alle Kinder bereitgestellt werden, zum anderen diese Begabung schon möglichst früh und zu jedem Zeitpunkt der Persönlichkeitsentwicklung zu erkennen. Da Begabung sich in verschiedensten Arten und Ausprägungen äußern kann, müssen auch alle Begabungsrichtungen beobachtet werden. Dabei ist es auch besonders wichtig nicht nur die identifizierten Hochbegabten, sondern die Begabung eines jeden Kindes zu fördern. Die Resolution fordert des weiteren, dass sowohl Ministerien für Bildung und Wissenschaft, und für Forschung und Technologie, als auch öffentliche und private Institutionen und Interessengruppen finanzielle Unterstützung für die Begabtenforschung bereitstellen. Varianten der Begabungsentwicklung, der Begabungserkennung und –förderung werden dazu unter Begleitung vorbereitet, erprobt und evaluiert. Die daraus entstehenden Forschungsergebnisse sollen dann als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungenund für neue pädagogische und psychologische Konzepte dienen.

Der ABB heute


Neben den noch heute relevanten Themen der Resolution aus dem Jahr 1990, entwickelt der ABB neue Ziele. Unter anderem rückt die Nachwuchsförderung von Wissenschaftlern, die sich mit dem Thema Begabung auseinandersetzen, weiter in den Vordergrund. Was zur Gründungszeit des ABB die Verbindung von Ost- und Westdeutschland war, ist heute die immer wichtiger werdende Vernetzung von Theorie und Praxis. Beide Seiten können bei dem Austausch von Theoretikern, wie z.B. Forscher an Hochschulen, und Praktikern in Form von Psychologen und Ärzten profitieren und die Arbeit der Begabtenförderung und –forschung enorm vorantreiben.

Der ABB sieht seine Aufgabe darin, die wissenschaftliche Kommunikation und Kooperation zur Begabungsforschung und Begabungsförderung und die Konzipierung, Realisierung und wissenschaftliche Begleitung von Projekten zur Begabungsförderung zu unterstützen. Der Arbeitskreis möchte den Gedanken, dass Begabungsförderung ein pädagogisches und psychologisches Grundanliegen ist, wissenschaftlich begründen unddiesen Gedanken in der Lehrerschaft, in der Lehrerbildung und in der Öffentlichkeit verbreiten. Der Transfer von den Ergebnissen und Erkenntnissen aus der interdisziplinären Begabungsforschung soll gefördert werden und Eintritt in die psychologische und pädagogische Praxis und somit auch in die Bildungspolitik finden.

Wissenschaftliche Konferenzen


Zur Erreichung der oben genannten Ziele veranstaltet der ABB u.a. in zweijährigem Turnus wissenschaftliche Konferenzen, an denen auch befreundete Kollegen aus europäischen Nachbarländern teilnehmen. Die letzten Tagungen waren:

vom 28.09. bis 30.09.2007 in Leipzig

vom 24.09. bis 25.09.2009 in Saarbrücken

vom 29.09. bis 30.09.2011 in Erfurt

Weitere Informationen


Die Homepage des Arbeitskreises bietet u.a. Informationen über kommende nationale und internationale Konferenzen, neueste Literaturhinweise, Rezensionen zu wichtigen Publikationen, Kommentare zu Entwicklungen und Trends sowie die Möglichkeit zu (nicht nur) vereinsinterner Diskussion. Des Weiteren bietet die Online-Zeitschrift „ABB-Info“ Wissenschaftlern und vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit, gelungene Forschungsvorhaben zu veröffentlichen. Zudem wird einmal jährlich die ABB-Info als Jahresband(ABB-Drucke) erscheinen. Dieser wird an die Mitglieder des ABB versandt. Haben Sie als Mitglied Beiträge, Ideen oder Vorschläge zur Gestaltung des ABB-Info-Drucks, so sind Sie herzlich eingeladen diese an Herrn Manke (manke@netzwerkbegabung.de)weiterzuleiten.

Für weitere Informationen besuchen Sie auf dieser Homepage den Menüpunkt „ABB-Info“.

Der ABB e.V. arbeitet mit dem European Council for High Ability (ECHA) sowie mit dem World Council for Gifted and Talented Children zusammen.Der European Council for High Ability ist eine Vereinigung zum Austausch von Erfahrungen und Informationen rund um das Thema „Hochbegabung´´. Mit einem wachsenden Netzwerk soll sich auch die Unterstützung für hochbegabte Menschen verbessern und somit der ganzen Gesellschaft von Nutzen sein. Viele west- und osteuropäische Länder zeigten großes Interesse an einer Zusammenarbeit, die nun aus Lehrenden, Eltern, Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie Schülern undSchülerinnenbesteht. Der World Council for Gifted and Talented Children ist eine seit den 1980er tätige gemeinnützige Organisation, die für die Förderung begabter Kinder eintritt. Ähnlich wie bei dem European Council for High Ability setzen sich die Mitglieder u.a. aus Lehrer, Wissenschaftler, Studenten, Eltern und pädagogischen Institutionen zusammen.




www.abb-ev.org